Am Donnerstag ist Internationaler Tag des Ehrenamtes. In Baden-Württemberg engagiert sich rund die Hälfte der Bevölkerung ehrenamtlich, viele davon in Sportvereinen. Gleichzeitig stehen die Sportvereine im Land auch vor großen Herausforderungen. In einem Positionspapier fordert die SPD Baden-Württemberg Maßnahmen, um den Breitensport im Land zu stärken und so auch Deutschlands sportliche Erfolge langfristig zu sichern.
„Die Olympischen und Paralympischen Spiele im Sommer 2024 haben gezeigt, dass Deutschland in der Leistungsbilanz im internationalen Vergleich nicht mehr so gut abschneidet wie früher. Dieser Rückgang ist nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch ein Warnsignal für die Bedeutung des Sports in unserer Gesellschaft“, sagt der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch. Um Deutschlands sportliche Erfolge langfristig zu sichern, fordert die SPD eine Stärkung des Breitensports, indem etwa Vereine von bürokratischen Hürden entlastet und Ehrenamtliche besser vergütet werden. Außerdem sollen die Ressourcen im Spitzensport aufgestockt und die sportliche Bildung von Kindern frühzeitig gefördert werden.
„Sport verbindet, schafft Solidarität und vermittelt Werte wie Fairness, Teamgeist, Inklusion und Integration, welche zentral für unsere demokratische Gesellschaft sind. Erfolge im Spitzensport motivieren junge Menschen – mit den rückläufigen Ergebnissen verliert der Sport auch an Strahlkraft“, so Jasmina Hostert, stellvertretende Landesvorsitzende und Mitglied im Sportausschuss des Deutschen Bundestags, die das Positionspapier gemeinsam mit Andreas Stoch erarbeitete.
Ende November diskutierten Andreas Stoch und Jasmina Hostert das Positionspapier im „Sp0rt“ in Stuttgart mit Sportexpert: innen. An der Podiumsdiskussion nahmen Tim Lamsfuß, Leiter des Olympiastützpunktes Stuttgart, Marcel Fahrner, Sportwissenschaftler an der Universität Tübingen, Jürgen Scholz, Präsident des Landessportverbands Baden-Württemberg und die niederländische paralympische Athletin Lara Baars teil. Anschließend gab es eine offene Diskussionsrunde mit den Besucher: innen aus Sportvereinen und-verbänden. Die Anregungen aus dem Abend werden in ein erweitertes Positionspapier zur Sportpolitik einfließen.
„Die SPD Baden-Württemberg wird dieses Papier als Grundlage für eine zukunftsorientierte Sportpolitik nutzen und sich dafür einsetzen, die darin formulierten Ziele umzusetzen. Die Sozialdemokratie steht für Solidarität, Zusammenhalt und einen starken Staat, der ein Interesse an erfolgreichen Sportlerinnen und Sportlern hat“, so Stoch.
Stuttgart, 04.12.2024
SPD-Landesverband Sophia Zimmermann Baden-Württemberg Pressesprecherin
Positionspapier ist im SPD RZ Heilbronn erhältlich