SPD Weinsberger Tal

OV Weinsberg stellt Antrag an Kreisverband zum Thema Fracking

Veröffentlicht am 28.01.2013 in Kreisverband

In einer gut geführten und intensiven Diskussion befasste sich die Mitgliederversammlung unseres Ortsvereins, am 27.11.2012, mit dem Thema Fracking. Eine Dreiergruppe, Horst Gold, Gisela Gräber, Klaus Zinke, erarbeitete dazu einen Antrag, der dann am 14.12.2012 einstimmig beschlossen und an den Kreisparteitag weitergeleitet wurde.

Antragsteller

SPD- Ortsverein Weinsberg

Antragsgegenstand:

Die SPD setzt sich im Land Baden-Württemberg, im Bund über Bundestag und Bundesrat und im Europaparlament für ein Verbot des Fracking-Verfahrens zur Erschließung von anderweitig nicht förderbarem Öl- und Gasvorkommen ein.

Wo sie das kann, bringt die SPD dafür Gesetzesinitiativen ein.

Begründung:
Bei Fracking wird ein Wasser-Sand-Chemikalien-Gemisch mit hohem Druck durch Bohrlöcher in größere Tiefen gejagt, um aus z.B. Schiefergestein Öl- oder Gasvorräte heraus zu pressen. Es ist nicht auszuschließen, dass mit dem Fracking-Verfahren Gas, Öl, Chemikalien und andere Schadstoffe in die Grund- und Trinkwasser führenden Schichten eindringen. Die Wasserversorgungssysteme sind in höchstem Maße gefährdet.

Fracking führt zu massiven Umweltschäden und dient nur dazu, das Ende der Ausschöpfung von Öl- aber auch Gasvorräten Jahre oder Jahrzehnte hinauszuschieben. Es verhindert gleichzeitig die Hinwendung zur Entwicklung und Förderung umweltverträglicher und erneuerbarer Energiequellen.

In Kanada und in der Hälfte der US-Bundesstaaten wird Fracking bereits praktiziert. Folgen wie Grundwasser- und Bodenbelastungen sind inzwischen nachgewiesen, werden vor allem von der Energiewirtschaft aber auch von den Regierungen negiert. In den USA lässt der Wahn, Energieselbstversorger zu werden, keinen Platz zur Kenntnisnahme und Prüfung von Bedenken.

Es gibt ernst zu nehmende Untersuchungen über Fracking in Texas (Gardendale), North Dakota (Watford-City) und Wyoming (Pavillion), wo es großflächig zu Umweltschäden und Bodenabsenkungen gekommen ist.

Im Verhältnis zu den USA ist Deutschland ein kleinflächiges, dicht besiedeltes Land. Aber auch bei uns gibt es Fracking-Bohrungen, vor allem in Niedersachsen. Die derzeitige dortige Landesregierung sieht keinen Handlungsbedarf. Das Umweltbundesamt fordert verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfungen und Verbote in Wasserschutzgebieten. Bundesumweltminister Altmaier will erst einmal Expertenrunden anberaumen, und „strenge Auflagen zur Ausräumung von Bedenken“ anregen. Darum geht es ja wohl nicht!

Nordrhein-Westfalen hat bereits ein Fracking-Verbot erlassen, Österreich auch. Jetzt sind wir dran. Baden-Württemberg hat 2012 die im Bodensee-Gebiet laufenden Untersuchungen durch die Firma Parkyn Energy Germany untersagt. Dieser Maßnahme muss ein generelles Verbot folgen angesichts der Gefährdung der Trinkwasserversorgung von Millionen Menschen in Baden-Württemberg.

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Neues aus dem Land

Zum heute vorgestellten Reformpaket der Koalition erklären die SPD-Landesvorsitzenden Isabel Cademartori und Robin Mesarosch:

"Die vereinbarte Steuerreform geht in die richtige Richtung: Die meisten Leute müssen zukünftig weniger Steuern auf ihre Arbeit bezahlen. Das ist gut so. Damit das rechnerisch aufgeht, werden wir sehr hohe Einkommen wieder stärker beteiligen.

Ein AfD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht wäre wahrscheinlich erfolgreich, resümiert das heute veröffentlichte Rechtsgutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Die SPD in Baden-Württemberg sieht sich darin bestätigt, weiter den Druck für ein AfD-Verbot zu erhöhen.

Auf ihrem Landesparteitag hat die SPD Baden-Württemberg ihre Parteispitze und den Landesvorstand neu gewählt und wichtige Anträge beschlossen. Als stellvertretende Landesvorsitzende wurden die Bundestagsabgeordneten Jasmina Hostert (83,2 Prozent) und Parsa Marvi (73,0 Prozent) wiedergewählt. Neu in das Amt gewählt wurden Yannik Hummel, Forstwirt und Student, mit 80,9 Prozent der Stimmen und die Landtagsabgeordnete Viviane Sigg mit 85,9 Prozent.

Die SPD Baden-Württemberg hat Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als neue Landesvorsitzende gewählt. Auf Isabel Cademartori entfielen 87,8 Prozent der Stimmen der Delegierten, auf Robin Mesarosch 78,5 Prozent. Mit Isabel Cademartori (38) und Robin Mesarosch (35) steht künftig das jüngste Führungsduo an der Spitze einer Landes-SPD in Deutschland.

Bei der Mitgliederbefragung der SPD Baden-Württemberg zum Landesvorsitz haben Isabel Cademartori und Robin Mesarosch die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Auf Isabel Cademartori und Robin Mesarosch entfielen 56,5 Prozent der Stimmen, auf Dorothea Kliche-Behnke 24,5 Prozent und auf Carsten Lotz 16,9 Prozent. Dies gab der Wahlvorstand der SPD Baden-Württemberg am Dienstagvormittag im Rahmen einer Landespressekonferenz bekannt.

Die Carlo-Schmid-Stiftung hat am Freitagabend in der Aula der Universität Mannheim den Carlo-Schmid-Preis 2026 an die Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihren herausragenden Einsatz für Wissenschaft, öffentliche Aufklärung und den faktenbasierten gesellschaftlichen Dialog.

Nach Ablauf der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen am gestrigen Sonntag stehen die Kandidaturen für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg fest. Für das Amt bewerben sich Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als Doppelspitze. Zudem treten Dr. Dorothea Kliche-Behnke und Carsten Lotz jeweils mit Einzelkandidaturen an.

Verleihung des Carlo-Schmid-Preises an Prof. Dr. Maja Göpel
Freitag, 8. Mai 2026, 17:00 Uhr
Aula der Universität Mannheim

im Namen der Carlo-Schmid-Stiftung laden wir Sie herzlich zur 15. Verleihung des Carlo-Schmid-Preises ein.

Das Wahlergebnis vom 8. März markiert einen der bittersten Abende für die Sozialdemokratie in Baden-Württemberg. Klar ist: Wir brauchen eine echte Neuaufstellung und einen Weg, den wir gemeinsam gestalten. Wir laden euch ein, die Zukunft unserer Partei aktiv mitzuprägen.

Der Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg hat im Rahmen seiner Klausurtagung am 17. und 18. April in Stuttgart nach intensiven Beratungen beschlossen, eine Mitgliederbefragung zur Wahl des Landesvorsitzes durchzuführen. Dem Beschluss ging ein ursprünglich geplanter Sondierungsprozess voraus.

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